Der Blog zur Demenz - ein Erfahrungsaustausch

Mit dem Blog wollen wir Interessenten für unser WG-Konzept eine Hilfestellung bieten, sich für oder gegen diese Wohnform zu entscheiden. Ganz nebenbei werden auch die eigenen Erlebnisse verarbeitet.

Wat soll dä Kwatsch

Da uns bei der Suche nach einer geeigneten Wohnform viel Hilfe zuteil geworden ist, teilen wir unsere Erfahrungen gerne mit anderen. Wie im wahren Leben darf auch hier gelacht und geweint werden. Wen jemand etwas beitragen möchte, freuen wir uns über eine persönliche Nachricht an unsere Email-Adresse.

... da lernt man der Wert der Wohngemeinschaft erst mal richtig kennen. Besser machen kann man immer was. Aber hier wird alles liebevoll erledigt und man kann mit dem guten Gefühl nach hause gehen, dass für alles gesorgt ist.

Meiner Mutter geht es nicht gut, sie liegt im Krankenhaus und ist total hilflos. Glücklicherweise hat sie eine Verischerung für ein 2-Bett-Zimmer und ich kann das zweite Bett für mich buchen und so einiges beobachten.

Es ist sehr erstaunlich, dass Ärzte und PflegerInnen den Begriff Demenz wohl nur mal von Ferne gehört haben. Demenz - das ist die Krankheit bei der die Leute alles vergessen was man gerade gesagt hat. Man kann also reden wie man gerade möchte, sie vergessen es doch. Wie praktisch. Nein - Ihre Mutter kann das nicht entscheiden, das müssen Sie tun! Irrtum, das kann sie wohl. Und verstehen was über sie gesagt wird auch.

Dass demente Patienten möglicherweise vergessen zu essen oder zu trinken gehört wohl auch nicht zum Allgemeinwissen. Nicht gegessen, abgeräumt, selber Schuld.

Medikament wieder ausgespuckt? Ich geb das jetzt nicht noch mal. Ach, ich habe Ihrer Mutter gerade eine aufgelöste Tablette gegeben, geben Sie ihr mal was zu trinken, sonst bleibt die im Mund.

Ich muss das JETZT machen, meine Kollegin ist gleich weg, allein kann ich das nicht. Keine Zeit mal eben nachzusehen, ob alles in Ordnung ist. Schwestern und Pfleger verstehe ich gut, aber wer kümmert sich darum? Kommt mir vor wie in einem Entwicklungsland. 

Ich weiß nicht, was mit meiner Mutter passieren würde, wenn meine Schwester und ich nicht 24 Stunden hier im Zimmer wären um aufzupassen, Gesellschaft zu leisten, zu trösten und Trinken anzureichen!

Und wenn ich mal die Nase voll habe vom Krankenhaus dann gehe ich in die WG rüber, trinke eine Kaffee und lass mich mal drücken. Das machen die auch noch.

Vielen Dank liebes Pflegeteam, ihr seid toll!

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